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BU-Risiko Chef!

Wenn der Versicherer einen BU-Leistungsfall prüft, will er oft auch Auskünfte vom Arbeitgeber. Da sich die Fragen mit denen an die Versicherten oft überschneiden, können unterschiedliche Auskünfte eine Leistungszusage gefährden. Vorsicht!„Fast eine Tonne“ Papier schicken die Versicherer an den Kunden, wenn sie Leistungen wegen Berufsunfähigkeit prüfen.

So beschreibt Versicherungs-Beraterin Angela Baumeister aus Kaarst bei Düsseldorf ihren Arbeitsalltag. Für den Kunden hingegen ist eine anstehende Berufsunfähigkeit der persönliche Ausnahmezustand. Die Versicherer lassen sich für den BU-Leistungsantrag „immer mehr einfallen. Nun also auch einen separaten Fragebogen für den Arbeitgeber“, sagt die Versicherungs-Beraterin.

Neben dem persönlichen Fragebogen erhalten Kunden immer öfter auch einen Fragebogen, den der Chef auszufüllen hat. Der Versicherte könne die Arbeitgeber-Auskunft nicht verweigern, betont Baumeister gegenüber procontra, weil er dies wegen seiner Mitwirkungspflicht im Leistungsfall akzeptieren müsse. Und weil Arbeitgeber-Fragebögen nicht zu umgehen sind, beginnen damit die Probleme, sagt die Expertin.

Eine Frage – zwei Antworten
Zur Prüfung einer BU-Leistung müssten die Arbeitgeber mehrseitige Formulare abarbeiten. Deren Fragen überscheiden sich nach Erfahrung der Versicherungsberaterin sehr oft. „Redliche und vertrauensvolle Versicherungsnehmer“ neigen nach Baumeisters Erfahrung dazu, „die Fragebögen so hinzunehmen, wie sie sind“. Lücken würden „brav ausgefüllt und zwar genau in dem Umfang, wie der Platz es zulässt“.

Zu kritisieren seien Ankreuzmöglichkeiten. Kunde oder Arbeitgeber als Auskunftsgeber würden im Formular lediglich „aus der vorgegebenen Auswahl wählen, ohne eigene Ideen einzubringen“. Da ist etwas dran. Formulare laden gewöhnlich nicht zu freitextlichen Kommentaren ein.

Der Buh-Mann und der BU-Mann
Wenn dann Chef und Versicherter zum Beispiel zur Arbeitssituation im Betrieb abweichend antworten – und sei es auch nur aufgrund unterschiedlicher Einschätzung durch die jeweilige Person – kann diese widersprüchliche Auskunft die Leistung gefährden. Selbst ein „wohlwollender Arbeitgeber kann mit dem Ausfüllen des Formulars mehr Schaden anrichten als nutzen“, warnt Angela Baumeister; schließlich seien Arbeitgeber keine Experten für BU-Leistungen.

Rat holen
„Über Arbeitgeber, die sich insgeheim schon lange über Ihre langwierige Erkrankung ärgern, reden wir besser gar nicht erst“. Bei einem zerrütteten Arbeitsverhältnis dürfte die sachlich korrekte und abgestimmte Auskunftserteilung noch wichtiger sein. Aus diesem Grund sollten Arbeitgeber-Auskünfte laut Angela Baumeister „nicht ohne Ihre vorherige Prüfung“ an den Versicherer weitergeleitet werden.

Vor allem sollte der Chef über die möglicherweise drohende BU informiert sein. Die Versicherungsberaterin warnt vor Alleingängen bei BU-Leistungsanträgen und empfiehlt fachlichen Rechtsrat. Rechtzeitig - damit es nicht vor den Kadi geht.

Quelle: www.procontra-online.de

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