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Berufshaftpflichtversicherung ist für Ärzte ein Muss

Eigentlich soll es einer der schönsten Tage im Leben der Eltern werden: Nach neun Monaten ist es soweit, die Mutter liegt in den Wehen.

 

Um den Fortschritt zu überwachen, ist sie an einen Kardiotokografen angeschlossen. Er zeichnet gleichzeitig die Wehen und den Herzschlag des Babys auf. Das soll den behandelnden Ärzten dabei helfen zu erkennen, ob mit dem Kind alles in Ordnung ist.

Der diensthabende Gynäkologe aber übersieht, dass mit den Herztönen des Kindes etwas nicht stimmt – es wird nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Die Folgen sind dramatisch. Das Kind ist schwerstbehindert, die Eltern müssen es pflegen, sein Leben lang.

Die Eltern verklagen den Arzt. Ihnen wird Schmerzensgeld in Höhe von 500.000 Euro zugesprochen, dazu kommen Kosten für Hausumbau und Heimpflege von 630.000 Euro, der Verdienstausfall des Kindes wird mit 500.000 Euro angesetzt.

Alles in allem muss der Arzt fast 3 Millionen Euro zahlen. Beziehungsweise sein Versicherer, denn der Gynäkologe hatte eine Berufshaftpflichtversicherung.

Jedes Jahr werden rund 400.000 Vorwürfe wegen medizinischer Behandlungsfehler erhoben. Wenn es den Arzt ohne Haftpflichtschutz trifft, steht er vor dem finanziellen Ruin.

„Ärzte haften nach einem Aufklärungs-, Diagnose- oder Behandlungsfehler grundsätzlich mit ihrem gesamten Vermögen“!

Die Berufshaftpflicht gehört damit zu den wichtigsten Versicherungen für Ärzte – und ist mittlerweile auch gesetzlich ein Muss.
5 Millionen Euro Deckungssumme sollten es schon sein: „Gerade bei Fachrichtungen mit hohem Gefahrenpotenzial wie Gynäkologie oder Chirurgie ist eine hohe Deckungssumme zu empfehlen.“

Krankentagegeld und Berufsunfähigkeit

Zu den weiteren wichtigen Versicherungen für Mediziner gehören unter anderem Policen zum Thema Krankentagegeld und Berufsunfähigkeit (BU), die einen Einkommensausfall absichern. Aber zum Beispiel auch eine Praxisausfall-Versicherung.

Georg Kirschner von der A.S.I. Wirtschaftsberatung, die sich auf die Beratung von Ärzten spezialisiert hat: „Die Gesellschafts- und Tarifwahl hat eine besonders große Bedeutung, da schon zu Berufsbeginn die Option ‚Niederlassung‘ berücksichtigt werden muss. Entscheidende Auswahlkriterien sind ausreichend hohe Versicherungssummen in den einzelnen Berufsphasen und die notwendige Flexibilität.“

„Eine Praxisausfall-Versicherung deckt nicht nur das Nettoeinkommen des Arztes ab, sondern auch laufende Kosten wie Miete oder Gehälter.“

Keinesfalls außer Acht lassen sollten Mediziner Versicherungen für die eigene Altersvorsorge. Experten verzeichnen in Deutschland einen Mangel an Ärzten und Zahnärzten. Dadurch steigen Einkommen, was natürlich gut ist. Nur: Durch sinkende Rentenansprüche wird die Rentenlücke umso größer.

Geht ein Mann zum Arzt ...

Zehnmal im Jahr geht der Deutsche im Schnitt zum Arzt. Davon gibt es hierzulande 348.695. Die meisten arbeiten in der Inneren Medizin (46.995), der Allgemeinmedizin (43.304) und der Anästhesiologie (20.836).

Am besten verdienen die Inneren Mediziner mit Honoraren von 425.000 Euro pro Jahr vor Radiologen (373.000 Euro) und Augenärzten (236.000 Euro).

Ein Arzt in Deutschland ...

... arbeitet im Schnitt 49 bis 59 Stunden pro Woche (Klinikärzte)
... leistet pro Monat einen bis vier Bereitschaftsdienste
... ist 53 (Vertragsarzt) beziehungsweise 41 Jahre alt (Krankenhausärzte)

Quelle: www.versicherungsjournal.de

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